Sonntag, 23. März 2014

eine trauer im frühling

die angst vor der nacht
ertrinkt langsam
im blütenmeer eines
längst vergangenen frühlings
ein voller tag wie feiner sand
der durch die jahre rinnt
als das leben vor uns lag und
ideen sich auf die füße traten

hinter zerschlissener hoffnung
schimmmert schemenhaft
ein mädchengesicht
spiegelt die sehnsucht
nach unerreichbarem
weit hinter der trauer
wo das leben langsam ist
und auch wolken keine worte tragen

über den fels meiner seele
mäandert schützendes blau
flutet die risse des vergessens
mit einer anderen zeit
morgennebel zaubern licht
ankern deine augen an den sternen
und geben den blick frei
noch einmal ist frühling

Jorge D.R.



Kommentare:

  1. Wie unendlich traurig - und so etwas muss man überleben...

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  2. Diese Endgültigkeit, die man erst später realisiert, zeigt das dünne Eis, auf dem jeder geht und das man erst dann begreift.
    LG von Rosie

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  3. So berühernd, lieber Jorge D.R.!

    Dein Hintergrundbild ist gigantisch fein!

    ..grüßt dich Monika

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  4. lieber Jorge, dein gedicht berührt mich sehr. kein wort zu viel, kein wort zu wenig. hinter dem gesagten tun sich räume des unsagbaren auf, dennoch ist (so empfinde ich es) auch dieses unsagbare in deinem gedicht spürbar und aufgehoben.
    herzliche grüße
    sylvia

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  5. wie gut, daß wieder Frühling wurde, lieber Jörg
    Die Angst vor der Nacht verrinnt und das Lächeln gewinnt
    im Blütenmeer des Lebens...

    Wie gut, sich so die Seele befreien zu können.

    Du hast hier eine Gabe, die nicht hoch genug
    zu bewerten ist

    Liebe Grüße von Bruni

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  6. Lieber Jorge,
    Dein Gedicht macht mich traurig - und stumm.
    Malou

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  7. Antwort Gedicht

    soll ich schreiben von
    jenen Zeiten,
    in denen immer
    Frühling sein wird
    von Zeiten in denen
    die Farbe des Lebens
    sich über Risse des
    Tages legen wird
    schweigend und sanft

    langsam mit zarten Händen
    wird der Frühling berühren
    was kommen und
    vergehen wird
    vielleicht an einem
    Frühlingstag

    © UrsaAngst

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  8. Ja, die Angst ertrinkt im Blütenmeer des Frühlings, der neue Impulse und Leben schenkt. Auf jede Nacht folgt ein Morgen und eine Handvoll Liebe schenkt dem Tag Beachtung.

    Liebe Grüße
    Gerti

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