Sonntag, 8. April 2018

Freitag, 9. Februar 2018

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Noch immer hause ich
im Grenzland des Glücks
wärme mich an den Resten
einer uralten Liebe.

Einsamkeit rinnt ins Holz
tiefer als meine Trauer je war
bläst die Angst Stille
durch die Löcher im Traumtuch.

Sehnsucht spannt ihr Netz
weiter als mein Glaube je war
dehnt die Maschen der Hoffnung
über die Leere meiner Seele.

Vertrauen sammelt Worte
höher als der Augenblick je war
erzählen Geschichten des Himmels
als Zündflamme für das Unsagbare.

Eisblumen blühen
im Schleier des Mondes
leuchtet dein Bild
als wärest du bei mir.

© Jorge D.R. 2017

Donnerstag, 11. Januar 2018

Glücksfaden

Vom Baum der Erinnerung
sammle ich Silben
kleide sie in Worte
schmücke sie mit Hoffnung.

Doch die Zeiger der Uhr
zerstückeln meinen Glauben
in atemlose Gedanken
fliehen meine Blicke.

Über deine Lippen
fallen Buchstaben
spinnen einen Faden
zu unserem Glück.

Bis er über die Kluft reicht
verstecke ich mich
in einer Falte der Zeit und
schöpfe Blau aus der Stille.

© Jorge D.R. 2017

Sonntag, 24. Dezember 2017

Jahresende

Bevor wir vergaßen,
ordneten wir die Stunden des Glücks
und teilten sie bedächtig.

Noch hingen Sommerfarben
an unseren Wimpern.
Mit breitem Pinsel bleichten sie
letzte Tränen aus der Trauer,
und goldgelber Hahnenfuß versprühte
Farbtupfer über die Zeit.

Unten im Dorf
schlugen die Glocken
letzte Augenblicke in unsere Seele.

© Jorge D.R. 2017

Dienstag, 12. Dezember 2017

geliebtes land

immer noch bin ich auf dem weg zu dir mein herz zerrissen die seele vernarbt ein bruch im schweigen über ewig grünen ebenen von kalter haut grob verdeckt bewache ich deinen schlaf wegweiser die auf dich zeigen beschleunigen meine schritte andere drehe ich um dich zu erreichen wo immer du bist verliere ich die richtung male ich deinen namen auf ein schild warte unter der Laterne auf den mond an der sprache soll jeder sehen wo ich bin denn ich will nicht einsam sein wenn die zeit weiter geht ohne dich

© Jorge D.R. 2017

Montag, 6. November 2017

erfahrungen

spät
verblassten worte
durchbrach schweigen sinfonien

spät
starben ideen
verzerrte schatten hoffnungen

spät
lernte ich
mit meiner melodie zu leben

© Jorge D.R. 2017

Mittwoch, 27. September 2017

September

mit dem Sommerwind gehen Lieder
mein Gedächtnis zerfällt in Engramme
die toten Zweige übergebe ich dem Herbstwind

auf Wortsuche den Horizont verloren
hier und da der Abdruck eines Augenblicks
manchmal Erinnerungen glassplitterhaft

eine Inflation der Begriffe
fängt vergangene Jahre ein
selten Wünsche traumgeschützt

langsam keimende Traurigkeit
macht die Seele blind
zuweilen Hoffnung lichtgebogen

du musst nicht bleiben
nimm die lauten Töne mit
aber lass mir ein Lächeln zurück

© Jorge D.R. 2017

Montag, 24. April 2017

Drei Gedanken

ewige Sehnsucht nach Nähe
dein Lächeln als Antwort
zerbrechlich wie die leere Tasse

zwischen den Welten würde ich warten
der Einsamkeit dein Gesicht leihen
aufbrechen zum Ende der Zeit

ein Gedicht auf dem Tisch
Glück ist vergänglich lese ich
aber ich weiß dass du bleiben wirst

© Jorge D.R. 2017

Freitag, 7. April 2017

dein gedicht

ob ich die silben leise
über meine lippen lasse
oder mich laut zwischen
deine worte drängle
ich spüre das sehnen
und die weite dahinter
fühle den luftzug
der trägt
atme das licht
das am horizont
eine linie
aus ferne zieht

© Jorge D.R. 2017

Donnerstag, 16. März 2017

licht des frühlings

von winterschweren lidern
fällt zartflockig
letzter schnee

aus den tiefen
abgelebter tage
fließen verse voll

von fern ein
leiser harfenton
von schweigen gefiltert

gebrochene gedanken
wecken schlafende bilder
und bauen ein neues haus

das licht des frühlings
züngelt am glück
solange du bei mir bist

© Jorge D.R. 2017