Sonntag, 24. Januar 2016

vom reiz eines januartages

© Hans Engelbert Arnold, Schweiz


laub von gestern
legt letzte worte
auf blendendes weiß

wind streichelt
das welkende gras
tröstend

vergebliche worte
verkümmern
zu nackten halmen

das herz
taktet stille
hinter ihren schatten

traurig verblassen
träume von
ewiger jugend

unterm schnee
ein hoffen auf
wachsen

noch einmal
öffnet die sonne
den morgen

© Jorge D.R. 2016

Kommentare:

  1. Das ist so schön melancholisch und tröstlich zugleich!

    Lieben Sonntagsgruss,
    Brigitte

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  2. wunderbare bilder und eine sehr schöne sprache!!

    liebe grüße
    gabriele

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  3. wunderfeine zeilen, lieber jorge,
    so schöne bilder; die worte fließen - sanft, melancholisch und zuversichtlich zugleich.
    liebe grüße
    von diana

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  4. Ich mag dieses Gedicht sehr, auch wenn es, zugegeben, nach der 4. Strophe für mich zuende sein könnte...

    "Das Herz taktet Stille" lässt eine wunderschöne innere Ruhe in mir zurück und mit ihr die Gewissheit auf die schmelzenden Schatten...

    Liebe Grüße von E. :-)

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  5. Abschied und Hoffnung zugleich
    in deinen melancholischen Zeilen spüre ich, wie schwer das fällt
    berührend

    lieben Gruß
    Uta

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  6. So fein in Wort und Bild!
    Unter dem Schnee ist nichts verloren!
    Keiner kann uns sagen, wie viele Morgen...

    Liebe Grüße,
    Silbia

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  7. Es ist schön, dass es Dir wieder besser geht.

    Vorfrühling

    der baum entblättert
    leer gefegt
    vom winterwind

    im kahlen baum
    noch hier und da
    ein blatt von gestern

    doch die natur
    schreibt schon an
    einem Frühlingslied

    bmh

    Ich bin gespannt auf Deine neuen Gedichte.

    Herzliche Grüße
    Barbara

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